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Der Kirchenvorstand



Die zurückgetretenen Kirchenvorstandsmitglieder (v.l.) Huber, Kehr-Fuckel-Nasse, Wehrmann, Knaebel, Kluwe, Knoke und Scheuer-Szabo zusammen mit Regionalbischöfin Dr. Ruck-Schröder nach dem Gottesdienst. Foto: G.Müller
Regionalbischöfin Dr. Adelheid Ruck-Schröder hat am 20.11.2022 in einem Gottesdienst im Hamelner Münster St. Bonifatius Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher der Münstergemeinde verabschiedet.

„Heute gilt es auch Danke zu sagen, für Ihren Einsatz für diese Kirchengemeinde, für die Bereitschaft, Ihre Zeit, Ihre Energie.“ Anhaltende Konflikte hatten die Arbeitsfähigkeit im Kirchenvorstand und Pfarramt geschwächt. Deshalb liege im Rücktritt aller Beteiligter eine Chance: „Eine Chance, die wir uns für diese Kirchengemeinde erhoffen. Es kann etwas Neues entstehen“, sagte die Regionalbischöfin in ihrer Ansprache. „Manchmal geht es nicht anders. Manchmal ist eine Trennung der beste Weg.“ Dr. Ruck-Schröder dankte allen zurückgetretenen Kirchenvorsteher*innen für ihre Bereitschaft, sich auf diese Lösung eingelassen zu haben.

„Sie haben trotz aller Schwierigkeiten diese Gemeinde geleitet. Sie haben sich nicht nur der Verantwortung gestellt, Sie sind auch in den richtig schweren Zeiten dieser Verantwortung nachgegangen.“, sagte Ruck-Schröder in ihrer Ansprache. Die Regionalbischöfin erinnerte daran, dass alle Beteiligten Brüder und Schwestern im Glauben seien: „Vor allem Streit, vor allen Sympathien und Antipathien, Machtkämpfen und schlechten Erfahrungen, die zwischen uns stehen, sind wir alle getauft auf den Namen des dreieinen Gottes.“

Die Regionalbischöfin entpflichtete die Kirchenvorsteher*innen von ihrem Amt und dankte ihnen persönlich mit einem kleinen Geschenk.

Vom Kirchenvorstand zur Geschäftsführung durch Bevollmächtigte


mde
Gemeindeleitung der Münster-Gemeinde v.l. Udo Wolten, Dr. Bettina Dräger, Gerd Schott, Reinhard Bartsch, Gabriele Lösekrug-Möller, Christian Burger, Klaus-Jürgen Gräßer | Foto D. Hellmold-Ziesenis
Eine Kirchengemeinde wird grundsätzlich von einem Kirchenvorstand (KV) vertreten, den die Gemeindemitglieder gewählt haben. Zusätzlich kann der gewählte KV dann weitere Personen in seinen Kreis berufen. Der oder die Pfarrstelleninhaber:in gehört dem KV kraft Amtes an. Die Wahlperiode dauert üblicherweise sechs Jahre. Nach den KV-Wahlen im Jahr 2018 hätte für die Münster-Gemeinde insoweit bis 2024 also alles geregelt gewesen sein sollen. Aber es ist anders gekommen.

Aus den verschiedensten Gründen haben sich die bisherigen KV-Mitglieder im vergangenen Jahr immer wieder in Situationen wiedergefunden, in denen eine konstruktive und wertschätzende Zusammenarbeit nicht mehr gelang. Das führte letztlich dazu, dass nach und nach einzelne Mitglieder des KV ihr Mandat niederlegten. In der Folge war dann der KV nicht mehr beschluss-, nicht mehr handlungsfähig. Dadurch ergab sich für den Kirchenkreisvorstand (KKV) die gesetzliche Verpflichtung, die Führung der Geschäfte für die Münster-Gemeinde zu übernehmen. Mit Unterstützung durch Pastor i.R. Udo Wolten wurden hiernach Personen gesucht, die – nach entsprechender Bevollmächtigung durch den KKV – bereit sind, dessen Aufgaben als Geschäftsführung für die Münster-Gemeinde bis zur Neuwahl des KV im Jahr 2024 zu übernehmen.

Folgende Personen konnte der KKV in seiner Sitzung am 14.12.22 mit der Geschäftsführung für die Münster-Gemeinde bevollmächtigen: Reinhard Bartsch, Christian Burger, Dr. Bettina Dräger, Klaus-Jürgen Gräßer, Gabriele Lösekrug-Möller, Gerd Schott und Udo Wolten. Mit der Bevollmächtigung der Vorgenannten durch den KKV sind kraft Gesetzes das Mandat des früheren Kirchenvorstandes sowie alle vom früheren Kirchenvorstand ausgesprochenen Berufungen für die Arbeit in Gremien und Ausschüssen erloschen.

Pastor Markus Lesinski befindet sich seit dem 01. Januar 2023 im Urlaub und wird sich im Anschluss daran neuen Aufgaben zuwenden. Die Aufgaben der Pfarrstelleninhaberin für die Münster-Gemeinde sowie die Kirchengemeinde Zum Heiligen Kreuz hat mit Jahresbeginn dankenswerter Weise Frau Dr. Heike Köhler von der Marktkirchengemeinde im Rahmen einer Vakanzvertretung übernommen.
Die Bevollmächtigten wurden von der stv. Superintendentin, Pastorin Christiane Brendel, zu einer ersten Sitzung am 11.01.23 einberufen und haben sich hier als Geschäftsführung für die Münster-Gemeinde (GF) konstituiert. Als Sprecher der GF wurde Reinhard Bartsch gewählt, als stv. Sprecher Gerd Schott Ebenso wurde eine erste Aufgabenverteilung vorgenommen, die aber noch mancher Ergänzung bedarf. In Hinblick darauf, dass eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Gemeinde angestrebt wird, wünscht sich die Geschäftsführung, dass viele der bisher schon Aktiven sich erneut engagieren und neue Interessierte gewonnen werden können. Erste Gespräche, die Hoffnung machen, wurden schon geführt. So bald wie möglich wird hierzu an dieser Stelle weiter berichtet werden.



















Jahreslosung 2023: Du bist ein Gott, der mich sieht. (size-1Genesis 16,13 (L)(size)